Dorfgemeinschaft Atzmannsricht e.V.
Dorfgemeinschaft Atzmannsricht e.V.

Geschichte von Atzmannsricht

Atzmannsricht, zur Gemeinde und Pfarrei Gebenbach gehörend, ist ein typisches Rodungsdorf, was sich aus der Endsilbe des Ortsnamens (-richt) ergibt. Der Rodungsmann war wohl ein „Azman“ oder ähnlich. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Schreibweise mehrmals geändert. Im Jahre 1348 wird es zu Atzmanreut , 1420 schrieb man Atzmanßwert, 1684 Atzmansreut und 1585 Atzmanßrieth. In einer Mitlitärkarte von 1825 heißt es Otzmasried.
Wann die Besiedelung des Ortes begann liegt im Dunkeln. Aus Funden ergibt sich, daß bereits in der Späthallstattzeit (600- 500 v.Chr.) hier Menschen lebten, welche die gefundenen Halsringe trugen. Aus der Jungsteinzeit stammen abgeschlagene Jurasteine, die bei der Fertigung von Werkzeugen und Waffen abfielen. Diese finden sich auf den „Kreuzäckern“. In der Zeit Kaiser Heinrichs II. „des Heiligen“, der große Teile unserer Region dem neugegründeten Bistum Bamberg schenkte; begann die Rodungszeit und die Flur des heutigen Atzmannsricht kam zu Bamberg. Ebenso Gebenbach und Mimbach, die 1138 dem Kloster Prüfening geschenkt wurden. Atzmannsricht, nur 2 km von Gebenbach entfernt, blieb als Enklave bis zur Säkularisation 1802 mit dem Amt Vilseck verbunden und kam erst danach zu Bayern. Seit dem 14.Jahrhundert war das Dorf Atzmannsricht bischöflich-bambergisches Lehen der Herrschaft Waldau. 1430 kam es als Bestandteil des Pflegeamts Vilseck an den Ritter Heinrich von Wernberg, bis es Bischof Georg III. im Jahre 1505 zurückkaufte.

Die Zugehörigkeit Atzmannsrichts zum Amt Vilseck, und die Eigenschaft als Filiale der pfälzischen Pfarrei Gebenbach, war in der Reformationszeit Anlaß zu wiederholten Streitigkeiten zwischen Vilseck und Amberg. Anno 1615 wird bei einer Generalvisitation beanstandet, daß man von Hirschau und Gebenbach am Wolfgangstag nach dem im Bambergisch gelegenen Atzmannsricht gehe, um dort zu opfern, 1615 wird sogar von einem Kirchweihschutz gesprochen. Für die Kirchweih stellte der Landrichter von Amberg Reiter ab, die bis Sonnenuntergang im Ort bleiben mußten. Hierfür waren 30 Kronen an das Landrichteramt zu zahlen.

Atzmannsricht liegt in einer Talmulde, überragt vom Hausberg ( „Wart“ genannt) an der alten Handelsstraße nach Magdeburg. Auf der Berghöhe führte einst die „Hochstraße“, aus deren Umfeld die Funde aus der Späthallstattzeit stammen. Im Jahre 1625 zählte der Ort 19 Anwesen, ein Tripfgütlein, eine Schmiede und das Gotteshaus. Ab 1773 werden noch ein Hirt- und ein Taglöhnerhaus erwähnt.Heut zählt der Ort über 40 Häuser. In den Kriegszeiten, besonders im 30-jährigen Krieg hatten die Bewohner viel zu leiden. 1846 brannte der Ort bis auf zwei Häuser und die Kirche nieder. Bei der Neuorganisation der Ämter im Jahre 1803 (nach der Säkularisation) wurde das Landgericht Amberg vergrößert. Dem später geschaffenen Amtsgericht Vilseck wurden 20 Gemeinden, darunter auch Atzmannsricht zugewiesen.Die Bildung der Gemeinden war, wie in allen Landgerichten, die der Steuerdistrikte vorausgegangen. In dieser Zeit wurde Atzmannsricht als Steuerdistriktgemeinde in die Ortsgemeinde Gebenbach eingegliedert.

 

 

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Atzmannsricht 6
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